Minimalistische vegetarische Küche: Ausrüstung und Vorrat, die wirklich reichen


Für vegetarisches Kochen im Alltag braucht es sieben Utensilien und rund fünfzehn Vorratszutaten. Alles andere ist Komfort. Diese Seite liefert die genaue Liste, die Portionengrössen des BLV und des britischen NHS, den Forschungsstand zu Holz gegen Kunststoff und zu Pfannen sowie die zwei Sicherheitspunkte, die wirklich zählen: das Kochen von Kidneybohnen und die Kühlkette bei Resten.

Was dieser Text nicht behauptet, sage ich gleich vorweg. Minimalismus in der Küche verbessert Ihre Gesundheit nicht, senkt Ihre CO2-Bilanz nicht und macht das Essen nicht besser. Er reduziert die Zahl der Entscheidungen zwischen 18 und 19 Uhr und macht eine Schublade frei. Das ist viel, aber mehr ist es nicht.

Die kurze Liste

Sieben Gegenstände decken den weitaus grössten Teil der vegetarischen Alltagsküche ab:

  1. Ein Kochmesser mit 18 bis 21 cm Klinge.
  2. Ein stabiles Rüstbrett, mindestens 30 x 40 cm.
  3. Eine Bratpfanne von 26 bis 28 cm mit ofenfestem Griff.
  4. Eine Pfanne oder ein Schmortopf von 3 bis 4 Litern mit Deckel.
  5. Ein feinmaschiges Sieb.
  6. Eine grosse Schüssel, mindestens 4 Liter.
  7. Eine digitale Küchenwaage mit Grammauflösung.

Dazu ein Backblech, falls Ihr Ofen keines mitgebracht hat, ein hitzebeständiger Spachtel und ein Sparschäler. Damit sind Sie ausgerüstet. Ein Stabmixer ist das einzige Elektrogerät, das sich in diesem Rahmen aus meiner Sicht lohnt, weil er jede misslungene Suppe in eine passable Cremesuppe verwandelt und sich unter dem Hahnenwasser reinigen lässt.

Das Messer ist die einzige Ausgabe, die man sofort spürt

Ein anständiges Kochmesser ist der einzige Posten, bei dem sich mehr Geld unmittelbar bemerkbar macht. Eine Klinge von 18 bis 21 cm bewältigt Zwiebel, Kabis, Kürbis, Kräuter und Tofu. Unter 15 cm sägt man, über 24 cm fehlt auf einem kleinen Brett die Kontrolle.

Zwei Kriterien zählen, und beide stehen nicht auf der Verpackung. Erstens die Geometrie: Eine Klinge, die hinter der Schneide dünn bleibt, geht ohne Druck durch die Tomatenhaut. Zweitens der Griff, der darüber entscheidet, ob Sie nach zehn Minuten Julienne noch sauber schneiden. Marke, Damaszenermuster und Lagenzahl sagen nichts Brauchbares voraus.

Rostfreier Stahl muss häufiger geschliffen werden, verzeiht aber alles: Abwaschmaschine, Säure, das Vergessen im Spülbecken. Kohlenstoffstahl hält die Schneide länger und rostet, wenn er zehn Minuten nass liegen bleibt. In einer vegetarischen Küche, in der viel Säurehaltiges geschnitten wird, ist Chromstahl die vernünftige Wahl.

Wichtiger als das Messer selbst ist ein anderer Punkt: Ein stumpfes Messer rutscht ab, und genau so schneidet man sich. Ein Wasserstein mit Körnung 1000 oder ein Keramikwetzstahl, zwei Minuten im Monat, bringt mehr als ein zweites Messer.

Holz oder Kunststoff: was die Forschung zeigt

Das ist die einzige Frage in diesem Artikel, bei der ich beim Lesen der Quellen meine Meinung geändert habe.

Eine 2025 im Journal of Food Protection publizierte Studie verglich professionelle Rüstbretter aus Zuckerahorn und aus Polyethylen hoher Dichte, beimpft mit 4,7 log10 KBE/cm². Auf dem Ahorn fiel der Nachweis von Escherichia coli bereits nach zwei Stunden auf die Nachweisgrenze von 1,7 log10 KBE/cm², ganz ohne Reinigung. Staphylococcus aureus ging langsamer zurück, doch die Polyethylenbretter zeigten insgesamt höhere Nachweisraten. Die Autorinnen und Autoren folgern, dass der Hygienestatus von Holz im Lebensmittelbereich neu beurteilt werden muss.

Das heisst nicht, dass Holz steril ist oder dass man nicht mehr abwaschen muss. Es heisst, dass das klassische Argument für Kunststoff, nämlich die Porosität des Holzes, unter den getesteten Bedingungen nicht trug. Ein Massivholzbrett, mit heissem Seifenwasser gewaschen, hochkant getrocknet und gelegentlich geölt, erfüllt seinen Zweck bestens.

Kunststoff hat ein zweites Problem, das deutlich weniger klar ist. Eine 2025 in Environmental Health Perspectives erschienene Arbeit mischte Mäusen jene Mikroplastikpartikel ins Futter, die beim Schneiden auf Brettern aus Polypropylen, Polyethylen und Weidenholz freigesetzt werden, über 4 und 12 Wochen, und mass Entzündungsmarker im Darm. Das ist ein Tiermodell mit von den Forschenden gewählter Exposition. Auf Ihre Gesundheit lässt sich daraus nichts schliessen, und ich misstraue Artikeln, die es trotzdem tun. Es rechtfertigt, ein tief zerfurchtes Kunststoffbrett zu ersetzen, nicht mehr.

In der Praxis: Massivholz für alles. Wer daneben für andere Fleisch kocht, hält ein separates Brett für rohe tierische Produkte bereit. In einer rein vegetarischen Küche entfällt diese Trennung.

Pfannen: den Kompromiss wählen, nicht das Wunder

Kein Material ist überall gut. Deshalb gibt es Zwölfteiler, und genau das wollen wir vermeiden.

Antihaft ist unschlagbar für alles, was klebt: Hülsenfruchtbratlinge, marinierter Tofu, Pfannkuchen, Eier, sofern Sie welche essen. Es hat zwei reale Grenzen. Die Beschichtung leidet unter hoher Hitze und Metallspachteln, was die Pfanne zu einem Verbrauchsartikel macht, den man alle paar Jahre ersetzt. Und leer überhitzt kann eine PTFE-Beschichtung Dämpfe abgeben, die ein vorübergehendes Atemwegssyndrom auslösen, in der toxikologischen Literatur als Polymerrauchfieber gut beschrieben. Vermeiden lässt es sich trivial: nie eine leere Pfanne auf höchster Stufe erhitzen.

Chromstahl verträgt alles, geht in den Ofen, lässt sich scheuern und hält dreissig Jahre. Er klebt, solange man die Mechanik nicht verstanden hat: Pfanne trocken erhitzen, Öl beigeben, warten, bis es dünnflüssig wird und schimmert, dann das Lebensmittel hineinlegen und nicht anrühren. Es löst sich von selbst, sobald sich eine Kruste gebildet hat. Drei Fehlversuche genügen zum Lernen.

Gusseisen erhitzt sich langsam, hält die Wärme und brät besser an als alles andere. Es ist schwer, es rostet, und die Einbrennschicht verschwindet, wenn Sie darin eine Stunde lang Tomatensauce köcheln.

Ein Detail betrifft speziell Vegetarierinnen und Vegetarier: Kochen in Eisen gibt Eisen an die Speisen ab, und die WHO hat Eisenkochgeschirr als mögliche Strategie gegen Eisenmangelanämie benannt. Eine 2019 in PLoS One publizierte systematische Übersicht prüfte den Ansatz in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen; spätere Arbeiten zeigen, dass die freigesetzte Eisenmenge stark von Temperatur, Kochdauer und vor allem vom Säuregrad des Gerichts abhängt. Eine lange geköchelte Tomatensauce im Gusseisen überträgt also weit mehr als ein kurzes Pfannengericht. Rechnen Sie nicht damit als Hauptquelle, aber wenn Sie zwischen zwei Pfannen schwanken und Ihren Eisenstatus im Auge behalten, ist es ein Argument. Mehr dazu auf unserer Seite zu den Tipps für die Aufnahme von pflanzlichem Eisen.

Mein Kompromiss mit zwei Teilen: eine Antihaftpfanne von 28 cm für den Alltag und ein Schmortopf aus Chromstahl mit 3 bis 4 Litern für alles Übrige. Wenn nur eines bleiben darf, behalten Sie den Topf. Er kocht, schmort, frittiert flach und geht in den Ofen.

Der Vorrat: echte Mengen statt Einkaufslisten

Eine Zutatenliste ohne Mengen nützt nichts. Hier die offiziellen Schweizer Richtwerte aus den Empfehlungen des BLV für Erwachsene von 18 bis 65 Jahren, die Portionengrössen angeben.

GruppeTagesempfehlungEine Portion entspricht
Gemüse3 Portionen120 g
Früchte2 Portionen120 g
Getreideprodukte und Kartoffeln3 Portionen, mindestens die Hälfte Vollkorn45 bis 75 g Flocken, Teigwaren, Reis oder Quinoa trocken, oder 200 bis 300 g Kartoffeln, oder 75 bis 125 g Brot
Milchprodukte2 bis 3 Portionen2 dl Milch, oder 150 bis 200 g Joghurt, oder 30 g Hartkäse
Proteinreiches Lebensmittel1 Portion60 g rohe Hülsenfrüchte, oder 120 g Tofu, Tempeh oder Seitan nature, oder 30 bis 40 g Sojagranulat, oder 2 bis 3 Eier
Nüsse und Samen1 kleine Handvoll15 bis 30 g
Öle2 Esslöffel, davon mindestens einer Rapsöl20 g insgesamt

Das BLV empfiehlt ausdrücklich mindestens einmal pro Woche Hülsenfrüchte und einen Wechsel der Proteinquellen über die Woche. Der NHS rechnet mit fünf Portionen Früchte und Gemüse pro Tag zu 80 g und mit 30 g bei Trockenfrüchten.

Diese Zahlen verändern den Einkaufszettel. Sechzig Gramm rohe Hülsenfrüchte pro Portion heisst, dass ein 500-Gramm-Sack Linsen acht Mahlzeiten deckt. Zwanzig Gramm Öl pro Tag heisst, dass ein Liter rund sieben Wochen reicht. Ein minimalistischer Vorrat ist kein leerer Vorrat, sondern einer, dessen Durchsatz Sie kennen.

Was ständig da ist

Trocken: rote und grüne Linsen, Kichererbsen, eine Bohnenkonserve, Vollreis oder Halbweissreis, Vollkornteigwaren, Haferflocken, Griess oder Bulgur. Sieben Zeilen, und die stärke- und proteinhaltige Basis der Woche steht. Sorten und Kochzeiten behandeln wir in unseren Top 10 der unverzichtbaren Hülsenfrüchte und in der Kochanleitung für Vollkorngetreide.

Konserven und Gläser: gehackte Tomaten, Tomatenpüree, Kokosmilch, ein Nussmus, Oliven oder Kapern.

Säure und Umami, wo der Geschmack entschieden wird: Apfel- oder Weinessig, Zitronen, Senf, Sojasauce oder Tamari, Nährhefe, etwas Miso. Diese Produkte leisten, was Salz allein nicht schafft; den Mechanismus erklären wir im Artikel Würzen ohne Salz.

Gewürze: Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel, geräuchertes Paprikapulver, Kurkuma, Oregano, eine Currymischung. Sieben Döschen. Darüber hinaus sammelt man Pulver an, die innert achtzehn Monaten ihr Aroma verlieren. Unsere Seite zu den wichtigsten Gewürzen und Kräutern geht auf die Anwendungen ein.

Frisch: eine Zwiebel, Knoblauch, ein Wurzelgemüse, ein grünes Gemüse, eine Zitrusfrucht, Tofu oder Eier, ein Milchprodukt oder ein angereichertes pflanzliches Pendant.

Einkaufen in der Schweiz

Ein paar Dinge sind hier anders als in den meisten Ratgebern, die aus Deutschland oder Frankreich stammen.

Trockene Hülsenfrüchte findet man im Grossverteiler in kleinen Beuteln zu 250 oder 500 g, im Unverpacktladen und in vielen Bioläden aber offen. Bei einem Verbrauch von 60 g pro Portion lohnt sich das Abfüllen ab etwa einem Kilo pro Sorte, weil Sie dann rund sechzehn Mahlzeiten im Schrank haben statt vier. In der Landi und in Landwirtschaftsläden gibt es zudem Schweizer Linsen und Kichererbsen, deren Kochzeit oft kürzer ist als bei alter Importware; frische Ernte gart schneller als Ware, die zwei Jahre gelagert wurde.

Beim Salz lohnt der Blick auf die Packung. Jodiertes Kochsalz ist im Detailhandel Standard, Fleur de Sel und Steinsalze sind es fast nie. Wer nur noch mit Gourmetsalz kocht, streicht damit unbemerkt seine Hauptjodquelle.

Beim Tofu ist Schweizer Ware in der Regel fester gepresst als importierter Seidentofu und braucht deshalb weniger Vorbereitung. Für die Bratpfanne heisst das: kurz zwischen zwei Tüchern ausdrücken genügt, ein beschwertes Auspressen über eine halbe Stunde ist selten nötig.

Und beim Kochgeschirr: Chromstahlpfannen sind hier in fast jedem Haushaltsgeschäft erhältlich und lassen sich auf Induktion problemlos verwenden, während viele günstige Antihaftpfannen keinen induktionstauglichen Boden haben. Prüfen Sie das vor dem Kauf, sonst steht die Pfanne im Tablar.

Ein Etikett in drei Sekunden lesen

Der NHS veröffentlicht Schwellenwerte pro 100 g, mit denen sich im Regal ohne vollständige Zutatenliste entscheiden lässt. Als hoch gilt: mehr als 17,5 g Fett, mehr als 5 g gesättigte Fettsäuren, mehr als 22,5 g Zucker gesamt, mehr als 1,5 g Salz, also 0,6 g Natrium. Als niedrig gilt: 3 g Fett oder weniger, 1,5 g gesättigte Fettsäuren oder weniger, 5 g Zucker oder weniger, 0,3 g Salz oder weniger, also 0,1 g Natrium.

Besonders nützlich sind diese Werte bei industriellen Fleischalternativen und Fertigsaucen, wo zwei Produkte aus demselben Gestell beim Salz oft um den Faktor drei auseinanderliegen.

Sicherheit: zwei Dinge, die man nicht falsch machen darf

Der Rest dieses Artikels betrifft Komfort. Dieser Abschnitt betrifft dokumentierte Risiken, und in Ratgebern zur minimalistischen Küche fehlen sie meist vollständig.

Ungenügend gekochte Kidneybohnen sind tatsächlich giftig

Rohe Kidneybohnen enthalten ein Lektin, das Phytohämagglutinin. Rohe Kidneybohnen enthalten typischerweise 20 000 bis 70 000 Hämagglutinationseinheiten pro Gramm. Nach korrektem Kochen sinkt der Gehalt unter 400 Einheiten pro Gramm, den als möglicherweise toxisch geltenden Schwellenwert. Vier bis fünf rohe oder falsch behandelte Bohnen genügen für Magen-Darm-Beschwerden, wobei die Symptome ein bis drei Stunden nach der Mahlzeit auftreten.

Das ist nicht theoretisch. Im Juli 2018 erkrankten in einer Gemeinschaftsverpflegung in der Bretagne 200 von 1700 Personen, eine Befallsrate von 12 %, bei einer mittleren Inkubationszeit von 3,3 Stunden. Die Fall-Kontroll-Untersuchung wies auf ein Chili con carne hin, dessen roh eingearbeitete Kidneybohnen eine Aktivität von 66 667 Einheiten pro Gramm aufwiesen und ungenügend gegart worden waren. Ein 2026 im International Journal of Emergency Medicine publizierter schwerer Kinderfall beschreibt ein achtjähriges Mädchen im hypovolämischen Schock mit prärenalem akutem Nierenversagen nach einem hausgemachten Kidneybohnengericht, mit vollständiger Erholung nach Reanimation.

Die Regel ist einfach und nicht verhandelbar: einweichen, abspülen, dann mindestens zehn Minuten sprudelnd kochen, bevor man auf Simmerhitze zurückgeht. Lektine widerstehen den Verdauungsenzymen und mässiger Hitze; zerstört werden sie durch Kochen und durch Garen im Dampfkochtopf. Langsames Garen bei tiefer Temperatur im Slowcooker reicht nicht. Konserven sind bereits unter Druck gegart und stellen dieses Problem nicht.

Das Einweichen hat noch einen zweiten Nutzen. Es verkürzt die Kochzeit, und die Kochzeit trockener Bohnen schwankt je nach Sorte enorm, laut einer 2025 in Frontiers in Nutrition erschienenen Übersicht zwischen 19 und 271 Minuten. Verlassen Sie sich nicht auf die Packungsangabe, probieren Sie. Die vollständige Methode steht in unserem Artikel zum Einweichen und Keimen von Hülsenfrüchten.

Die Kühlkette bei Resten

Batch Cooking, das praktische Rückgrat einer minimalistischen Küche, verschiebt das Risiko vom Herd in den Kühlschrank. Die Richtwerte der britischen Food Standards Agency sind klar und übertragbar.

Der Kühlschrank soll zwischen 0 und 5 °C liegen, das Tiefkühlfach bei etwa -18 °C. Gekühlte Lebensmittel sollen während der Zubereitung insgesamt höchstens vier Stunden ausserhalb der Kühlung bleiben. Ein gekochtes Gericht kühlt bei Raumtemperatur ab und kommt innert ein bis zwei Stunden in die Kälte; kleine Portionen beschleunigen das. Reste isst man innert 48 Stunden oder friert sie ein. Aufgetautes wird innert 24 Stunden verwendet. Aufgetaut wird im Kühlschrank, nicht auf dem Tablar. Was nach dem Kochen erneut eingefroren wurde, darf danach nur einmal aufgewärmt werden.

Zwei oft übersehene Details: Gefrierbrand betrifft die Qualität, nicht die Sicherheit, und eine angebrochene Konservendose gehört nicht so in den Kühlschrank, der Inhalt muss in ein verschlossenes Gefäss umgefüllt werden. Tiefgekühltes Gemüse und Backwaren isst man am besten innert drei bis vier Monaten.

Die Organisation, die sich daraus ergibt, entwickeln wir in unserer Methode zum Batch Cooking für Anfängerinnen und Anfänger und auf der Seite zum richtigen Lagern von Früchten, Gemüse und Hülsenfrüchten.

Was ein kurzer Vorrat nicht abdeckt

Ein reduzierter Vorrat deckt Energie, Protein, Nahrungsfasern und die meisten Mineralstoffe. Drei Nährstoffe verlangen eine bewusste Entscheidung, und kein Utensil nimmt sie Ihnen ab.

Vitamin B12 kommt natürlicherweise nur in tierischen Produkten vor. Der NHS geht davon aus, dass Vegetarierinnen und Vegetarier, die regelmässig Eier und Milchprodukte essen, wahrscheinlich genug erhalten, und nennt als Quellen Milch, Käse, Eier, angereicherte Hefeextrakte, angereicherte Frühstückscerealien und angereicherte Sojaprodukte. Wer tierische Produkte stark reduziert, muss die Frage ernsthaft stellen, und sie gehört in eine ärztliche Sprechstunde, nicht in einen Blogbeitrag.

Pflanzliches Eisen wird schlechter aufgenommen als tierisches, und der NHS weist darauf hin, dass Vegetarierinnen häufiger tiefe Eisenspeicher haben. Der dokumentierte Hebel ist die Kombination mit Vitamin C in derselben Mahlzeit. Ein weniger bekannter Hebel ist der Abbau von Phytat: Eine 2025 in Nutrients publizierte Isotopenstudie mass eine bessere Aufnahme von Nicht-Häm-Eisen aus Vollkornroggenbrot, das mit phytatabbauenden Verfahren hergestellt wurde. Eine 2026 in Frontiers in Nutrition erschienene systematische Übersicht beurteilt die Gesamtheit der Humandaten allerdings als nicht schlüssig. Genau diese Differenzierung verschwindet in Ernährungstexten, und deshalb darf niemand Ihnen ein Ergebnis versprechen.

Langkettige Omega-3-Fettsäuren sind ein Problem, das der Vorrat nicht vollständig löst. Der NHS nennt als geeignete Quellen Leinöl, Rapsöl, Baumnüsse, Leinsamen, Chiasamen und Kürbiskerne, hält aber fest, dass die Daten darauf hindeuten, dass pflanzliche Quellen möglicherweise nicht denselben Herznutzen bringen wie fetter Fisch. Das sagt man besser so, als Leinsamen als gleichwertigen Ersatz zu verkaufen.

Und schliesslich Jod. In der Schweiz ist jodiertes Salz die Hauptquelle, und Gourmetsalze enthalten fast nie Jod. Das Tafelsalz vollständig durch Fleur de Sel zu ersetzen, hat deshalb eine reale ernährungsphysiologische Folge.

Zwei Stunden am Sonntag

Die Methode, die eine kurze Ausrüstung tragfähig macht, besteht aus drei Handgriffen.

Kochen Sie eine Stärkebeilage und eine Hülsenfrucht gleichzeitig auf zwei Platten. Dreihundert Gramm trockener Vollreis und 250 g trockene grüne Linsen ergeben die Basis für vier bis fünf Mahlzeiten. Während das kocht, rösten Sie ein Blech Gemüse: 800 g bis 1 kg Wurzelgemüse und Kürbis in 3-cm-Stücken, 2 Esslöffel Öl, 30 bis 40 Minuten bei 200 °C.

Danach bereiten Sie eine einzige Sauce zu, möglichst konzentriert. Eine Tomatenbasis, eine Tahini-Zitronen-Sauce oder ein Pesto aus müden Kräutern. Diese Sauce gibt denselben Komponenten drei verschiedene Identitäten.

Kühlen und lagern Sie nach den obigen Regeln, in kleinen Portionen, mit Datum angeschrieben. Der Rest der Woche ist Zusammensetzen: kalte Bowl, Pfannengericht, gemixte Suppe, Teigwarenfüllung.

Drei abgewogene Rezepte, ein einziges Set

Rote-Linsen-Dahl, nur eine Pfanne, 25 Minuten. 200 g gespülte rote Linsen, 1 gehackte Zwiebel, 2 Knoblauchzehen, 2 Teelöffel Kreuzkümmel, 1 Teelöffel Kurkuma, 400 ml Kokosmilch, 300 ml Wasser, 1 Teelöffel Salz. Die Zwiebel 5 Minuten in 1 Esslöffel Öl andünsten, die Gewürze 30 Sekunden mitrösten, dann alles Übrige beigeben. 18 bis 20 Minuten unter Rühren köcheln. Ausserhalb der Hitze mit dem Saft einer halben Zitrone abschmecken. Für vier Portionen.

Geröstete Kichererbsen mit Gemüse, nur ein Blech, 35 Minuten. 1 Dose Kichererbsen abgetropft und mit dem Tuch trockengetupft, 600 g Gemüse in Stücken, 2 Esslöffel Öl, 1 Teelöffel geräuchertes Paprikapulver, Salz. In einer Lage verteilen, 200 °C, 30 bis 35 Minuten, einmal wenden. Dazu 3 Esslöffel Joghurt mit Zitrone und Knoblauch verrührt.

Reispfanne mit Gemüse aus dem Kühlschrank, nur eine Bratpfanne, 12 Minuten. 400 g kalter gekochter Reis, 300 g fein geschnittenes Gemüse, 2 Esslöffel Sojasauce, 1 Esslöffel Öl, 30 g Kürbiskerne. Starke Hitze, zuerst das Gemüse 4 Minuten, dann den Reis, den man gegen die Pfanne drückt, damit er röstet, zuletzt die Sauce, die Kerne ausserhalb der Hitze. Der Reis muss über Nacht kalt gestanden haben, sonst klebt er.

Häufige Fehler

Einen starken Mixer vor einem guten Messer kaufen. Das Messer kommt zehnmal pro Woche zum Einsatz, der Mixer einmal.

Das Gemüse auf dem Blech stapeln. Übereinander gart es im Dampf und wird nie braun. Zwei Bleche sind besser als ein überfülltes.

Die Pfanne salzen statt das Gericht. Salz im Kochwasser von Getreide würzt von innen; am Schluss beigegeben bleibt es an der Oberfläche und wirkt bei kleinerer Gesamtmenge salziger.

Trockene Kidneybohnen ohne vorheriges Aufkochen im Slowcooker garen. Siehe oben. Das ist der einzige Punkt dieser Seite, der jemanden tatsächlich in die Notaufnahme bringen kann.

Alle zwei Jahre eine abgenutzte Antihaftpfanne durch dieselbe ersetzen und nie Chromstahl lernen. Der erste Fehlversuch auf Chromstahl kostet einen Block Tofu; das Können bleibt jahrzehntelang.

Gewürze über dem Herd lagern. Hitze und Dampf töten sie innert Monaten. Eine dunkle Schublade genügt.

Minimalistischen Vorrat mit geschmacksarmem Vorrat verwechseln. Wer Säuren und Fermentiertes streicht, verurteilt sich zu faden Gerichten.

Häufige Fragen

Geht wirklich alles mit einer einzigen Pfanne? Fast. Die Grenze kommt, wenn Sie für mehr als vier Personen kochen oder gleichzeitig anbraten und schmoren wollen. Ein Topf daneben löst beides.

Müssen Linsen eingeweicht werden? Nein bei roten und grünen Linsen, die in 15 bis 25 Minuten garen. Ja bei Kichererbsen und trockenen Bohnen, wo das Einweichen die Kochzeit deutlich verkürzt.

Sind Konserven so gut wie trockene Hülsenfrüchte? Ernährungsphysiologisch ja, und das BLV macht bei den Portionen keinen Unterschied. Der Unterschied liegt beim Preis, beim zugesetzten Salz, das Abspülen reduziert, und beim Platzbedarf.

Wie lange halten gemahlene Gewürze? Rechnen Sie mit zwölf bis achtzehn Monaten bis zu einem deutlichen Aromaverlust. Gefährlich werden sie nicht, nutzlos schon.

Braucht es wirklich eine Waage? Zum Kochen aus dem Gefühl nein. Zum Backen, zum Einhalten der obigen Portionen und um nicht ständig den halben Sack wegzuwerfen, ja.

Ist Holz in der Profiküche zugelassen? Die Regeln unterscheiden sich je nach Land und Verwendung. Für den Hausgebrauch sprechen die neueren mikrobiologischen Daten nicht dagegen, Massivholz zu verwenden.

Quellen